Samstag, 1. September 2012

Es wird wohnlich

31.08.12

Ich bin gegen 10 Uhr aufgewacht. Heute war der große Tag an dem Sven kommen sollte. Wir erinnern uns: Sven war der Papa, der seine Tochter in Finnland besucht und mir freundlicherweise ein paar Sachen abgenommen hat. Also noch mal schnell Zimmer geputzt.
Erstaunlicher Weise hat mein Mitbewohner an meine Tür geklopft und mich gefragt, ob ich mit Ihm und seiner Freundin essen wolle. Das fande ich nett und bejahte. Weil er gekocht hatte wollte ich den Tisch decken. Ich fragte in die Runde ob sie denn mit Löffel oder Gabel essen wollen (Es gab Hänchen in scharfer Sauce mit Reis). Daraufhin schauten mir vier verdutzte Augen entgegen. Besteck? Wir essen mit den Händen! Das klang nach dem langersehnten Freiraum, den Mama und Papa mir mühevoll abtrainiert hatten. 


Das Essen war etwas scharf, aber sehr lecker. Die Küche sah danach zwar aus wie sau, aber das war es wert^^


Wie angekündigt kam Sven auch gegen 12 Uhr. Zwei volle Reisetaschen voller Bücher, Jacken, Schuhe, Bügeleisen, Spielzeugpistole etc. Alles was ein Mann zum Leben braucht^^ Wir haben noch schnell ein Glas Cola getrunken und dann ist Sven auch schon wieder los gedüst.



Ich habe auf dem Weg nach einen Erasmus-Studenten bemerkt, der einen Tisch und eine Bank verkaufen wollte. Die habe mich mir sofort unter den Nagel gerissen, sodass mein Zimmer jetzt über das nötigste verfügt.
Als ich meine Sachen gesichtet hatte, bin ich an die Uni gefahren. Es sollte einen IT-Einführungskurs geben, in welchem wir lernen sollten, uns für Prüfungen anzumelden etc.. "Meine" Mädels kamen mir schon direkt entgegen. Sie meinten der Kurs wäre nicht so wichtig (da wir vieles davon schon in der Einführungsveranstaltung gehört hatten) und abends ein Onlinetutorial ins Netz gestellt werden sollte. Also sind wir in die Mensa essen gegangen. Danach ging es ab zur Post. Wir hatten erfahren, dass es ratsam wäre seine aktuelle Adresse anzugeben. Mein Papa hat mir bereits einen Brief geschickt, welcher noch nicht ankam. Ich hoffe, dass es nicht daran lag, dass ich mich noch nicht gemeldet hatte. Danach ging es mit den Jungs zum Training. Diesmal hat uns der Tutor von Johannes begleitet. Selbiger hat nach dem Workout gefragt, ob wir denn nicht in die Sauna wollten. Alle lehnten dankend ab, außer ich wollte endlich mal die finnische Sauna testen. Also kurz geduscht und dann rein da. 
Es waren gefühlt 70° und ich dachte mir: "Mhhh gar nicht so übel". Danach ist mir aufgefallen, dass mein finnischer Begleiter gar kein Handtuch hatte. Also fragte ich: "Warum hast du kein Handtuch" und er antwortete: "Warum hast du eins?" Also habe ich meins schnell aus der Sauna geworfen und dann ging der Spaß erst richtig los. Aufguss... und zwar einen ganzen Eimer. Schöpfkelle um Schöpfkelle wurde  nachgelegt und die Temperatur lag mittlerweile bei 398274923847°C. Ich dachte meine Ohren verbrennen. Währenddessen erzählte der Finne seelenruhig von der Saunaweltmeisterschaft von vor drei Jahren. Erster wurde ein Russe, zweiter ein Finne. Der Russe sei allerdings nach dem Saunagang gestorben. Und nur der Finne hat nach drei Monaten Krankenhaus überlebt. Ein seltsamer Humor :-D
Abends haben wir gemütlich beisammen gesessen. 
Meine Mama meinte, dass sich mein Blog eher wie so ein Sauftagebuch anhört. Die Uni hat eben noch nicht begonnen und man musste sich ja auch erst mal kennen lernen. 

Ich habe mich in meine Kurse eingetragen: Export Marketing, Nordic perspectives on Marketing, Cross Cultural Management, Schedisch Sprachkurs, Finnisch Sprechkurs,... Ich bin noch nicht so ganz sicher was ich noch belegen werde.

Vaasa gilt ja als die sonnigste Stadt Finnlands. Ironischerweise war Vaasa dieses Jahr eine der kältesten Städte in Finnland. Hier noch ein Link, der etwas Aufschluss über das Finnische Wetter gibt:

Wie versprochen noch das Bild von dem Zentauren reitendem Joseph:


01.09.2012

Nicht viel passiert bisher. Beim Training gewesen, essen gekocht. Heute Abend soll es zu Juho gehen und dann eventuell weiter zu einer kleinen Party. Mama, entschuldige, dass ich schon wieder feiern gehe^^ Bald wird alles besser

Donnerstag, 30. August 2012

Willkommensparty und der Tag danach

Noch mal zum 29.08.2012

Ich habe ja gestern geschrieben, dass es am Abend zu der großen Willkommensparty gehen soll. Das würde ich gern noch mal etwas näher ausführen^^ Doch der Reihe nach.
Ich hatte mir eine Finnische SIM-Karte für mein Handy gekauft. Ging natürlich nicht. "Das iPhone unterstützt diese Karte nicht, bitte wenden sie sich an den Netzbetreiber oder legen Sie die Orginalsim ein..." Vielen Dank. Außerdem war es schon ein extremer Krampf die Mikrosim aus dem Handy zu bekommen, da ich diesen Stift zum öffnen nicht dabei hatte. Aber einem Ingenieur ist ja bekanntlich nix zu schwööööööör ;-) Also: Kuli aufgeschraubt, Feder rausgenommen, aufgebogen und so oft gefaltet bis ich sowas ähnliches hatte wie eine stabile Metallspitze. Im Endeffekt habe ich die alte Sim wieder rein gesteckt und habe jetzt eben ein paar weitere Tage die teure deutsche Nummer.

Als ich meinen letzten Post fertig verfasst hatte, habe ich festgestellt, dass ich die Uhr an meinem Rechner noch nicht umgestellt hatte und somit eine Stunde weniger hatte. Joggen ist also flach gefallen. Statt dessen wurde geduscht und schon ging es los zu den Jungs in Lina. 


Die Wg der Jungs ist inzwischen auch vollständig. Eine Wg mit drei deutschen Jungs (Johannes (ein Urbayer), Fabian und Tobi). Zur Zeit leben aber 5 Leute in der Hütte. Kati und Jens, die beide noch keine Wohnung haben bzw. ihr Mietvertrag fängt erst im kommenden Monat an. Patrycja und Kristin kamen auch noch. Nach einem kurzen Vorglühen sind wir aufgebrochen um noch Janine in Olympia (da wohne ich auch) abzuholen.



 Dann ging es weiter zu dem legendären Club Fontana


Eigentlich ein ganz netter Schuppen. Wir waren gegen 19 Uhr da. Die Aufregung stieg. Immerhin hieß es, dass die Tutoren hier mit uns ein paar "Kennenlernspiele" veranstalten wollten. Kennenlernspiele... das konnte ja nur über die sexuelle oder die Alkoholschiene funktionieren. Gegen acht Uhr zogen alle Tutoren mit einem selbst gedichtetem Lied über die Frauen aller Nationalitäten ein. Nach einer kurzen Vorstellung aller Tutoren sollte es auch schon mit den ersten Spielen losgehen. Erste Aufgabe: Wetttrinken. Zweite: Ein verknotetes und tiefgefrorenes  Shirt anziehen. 3.: Bestimmte Gegenstände aus dem Publikum besorgen (Schuhe, Shirt,... etc). Ich habe mich verständlicher Weise nur beim ersten freiwillig gemeldet :-D
Hier gibt es einen netten Brauch. Alle Studenten der Universität Vaasa haben einen roten Overall der mit Aufnähern übersät ist. Ein Aufnäher=eine Party. Allerdings tragen alle den Overall nur bis zur Hüfte


Sie meinten: "This overall is the perfect excuse for every stupid thing you'll do". Noch bin ich am überlegen ob ich mir so einen besorge :-D 
Was wirklich gefährlich hier in den Clubs ist, dass man überall super leicht mit Karte bezahlen kann. Da verliert man total die Kontrolle wie viel man ausgegeben hat. Ich hatte den Eindruck, dass alles und jeder in dem Club sehr betrunken war. Dennoch war es eine super Stimmung. Alle sind sehr Kontaktfreudig und an dem Morgen nach der Party muss man erst mal 5 neue Freundschaftsanfragen beantworten. Die Preise an sich waren ganz ok. Ein Bier kam drei Euro und ein Longdrink 5 Euro. Allerdings stand nur ein Longdrink zur Verfügung den sie auch wirklich zu dem Preis verkauft haben. Ein hellblaues Gesöff, dass wie dieses Isotonische Getränk von ALDI schmeckt 
Ich bin gegen halb drei nach Hause. Mit dem Fahrrad^^

30.08.2012

Ich bin gegen zwölf Uhr aufgewacht. Kurz frisch gemacht und dann mit den Mädels (Janine und Patrycja) am Campus getroffen. Haben den Abend rekapituliert. Kristin möchte mit ihrem Freund später einen Rock'n'Roll Kurs belegen und war ganz aus dem Häuschen, als sie mitbekommen hat, dass ich das etwas kann. Haben dann auf der Wiese mal kurz etwas miteinander getanzt. 
Vor der Cafeteria haben wir noch meinen Tutor Juho getroffen. Damit ihr mal einen Eindruck bekommt wer das ist: 


Ein supercooler Typ. Haben einen sehr guten Fang mit ihm gemacht. Gibt sich sehr viel Mühe seine Gruppe und allgemein die Erasmusstudenten glücklich zu machen.
Nach einem Kaffee und einem kleinen Plausch haben wir dann ncoh etwas den Campus erkundet. 





Es gibt eigentlich noch ein Bild wie ich den Zentauren reite, aber dies Bild ist leider noch auf der Spiegelreflex von Kristin. Wird eventuell noch nachgereicht. Es gab eine riesen Debatte über diese Statue, da sie sehr teuer war (ich glaub um die 30.000-40.000€) und eigentlich nichts darstellt was wirklich mit Vaasa zu tun hat. 
Danach bin ich noch zum Kletterturm gefahren. Hatte zu. Die Internetseite von denen ist leider nicht auf Englisch verfügbar und so blieb mir nur noch Juho zu fragen. Dieser hat mir bereitwillig die Seite übersetzt. 
Vor lauter Frust über die geschlossene Kletterhalle habe ich direkt zwei Cheeseburger gekauft und etwas Sightseeing gemacht:

Eine kleine Galerie im Herzen von Vaasa (will ich mir bald mal anschauen)

Ich habe null Ahnung wer dieser Herr ist

Das ist die so genannte Vaasan Kirkko (Vaasas Kirche oder die Kirche der Dreifaltigkeit)

Finnischer Komponist

Dann gings schnell mit den Jungs ins Fitnessstudio. Diesmal hat uns auch Juho begleitet. Habe den Ruf eines kleinen Drill Instructors :-D Danach bin ich noch kurz Einkaufen gegangen. Dabei hat sich der Verdacht erhärtet, dass der Hang zum Zocken in Finnland viel mehr angesehen ist als bei uns.


Das letzte mal standen die Leute Schlange um spielen zu dürfen. Wie krass ist das denn bitte?
Naja und bei der Shoppingtour kam ich natürlich nicht drum ein Bild von der Mumin Abteilung zu machen:


Es gab sogar Mumin Hanteln!!!!!!!!!11111einseinseins...
Dann bin ich nach Hause, habe festgestellt, dass mein Mitbewohner schon wieder die Küche eingesaut und den Abfluss verstopft hat. Vor Frust gab es erst mal ein Nutella Brot... eigentlich war es nur ein billiger Abklatsch von Nutella, da das kleine Glas dieses dunkelbraunen Goldes an die 6 Euros kostet...
Jetzt versuche ich mich noch fix bei meinen Kursen an der Uni einzutragen und dann gehe ich ins Bettchen.

Bis bald

Mittwoch, 29. August 2012

Wie machen das die Finnen

Uni und Party gehen weiter

28.8.12

Es hieß wieder aufstehen. Um acht klingelte der Wecker, da ich um 9 an der Uni seien musste. Die Einführungsveranstaltungen gingen weiter. Jede Fakultät sollte zu Wort kommen. Auch der Unipsychologe kam zu Wort und erklärte seine Aufgabe an der Uni. Er sei in folgenden Angelegenheiten zu kontaktieren:
-Motivation issues
-stress and tension
-Study-related self-confidence
...
Hahahaha ich will gar nicht wissen wie viele Studenten schon nach Burnout und Ritalin gerufen hätten wenn es sowas in Deutschland in dem Maße geben würde. Als es dann irgendwann um drei war und der nächste Tagesordnungspunkt "schwänzbar" klang (Verhaltenskodex an der Uni Vaasa), beschlossen Kristin, Patrycja und ich einen Second-Hand-Laden aufzusuchen um eventuell unser Zimmer etwas zu verschönern. Man bedenke: Bis auf einen Schrank und einer Matratze habe ich nix in meinem Zimmer. Leider haben wir nichts Brauchbares gefunden und so sind wir in den nächsten großen Supermarkt "Mini-Mani". Ich schätze das lässt sich ganz gut mit "Real" vergleichen. Dort habe ich für knappe 50€ Putzzeug gekauft. Ich wollte dem klebrigen Boden und dem Schimmel in meiner Wohnung an den Kragen.


Bei der *Shoppingtour" ist aufgefallen, dass die Finnen auf zwei Sachen scheinbar ziemlich abfahren. Das ist zum einen Angry Birds und zum anderen Moomin.




Zurück in der WG habe ich angefangen: 3 Mal den Boden gewischt, Herd geschrubbt, Schränke abgewischt, Kühlschrank abtauen gelassen und Schimmel entfernt, Bad gewischt, Spiegel geputzt, Klo gereinigt,... Kotz. Nach zwei Stunden hat mein Mitbewohner mitbekommen, dass ich putze und hat sich etwas angeschlossen.
Nach einer Lasagne und etwas Sport mit den Jungs, Fabian und Johannes, ging es schnell Heim und dann wieder zu den Jungs. Immerhin ist der Abend angebrochen und wir wollten noch mal um die Häuser ziehen.
Es kam die Idee auf Edward Fourtyhands zu spielen. Gesagt getan. Zwei Liter Dosenbier gekauft, Tape mitgenommen und los gings. Regel: Austrinken bevor man auf Toilette gehen kann. Der verlierer zahlt am Folgetag das Bier.

Wir sind dann kurz darauf in einen kleinen Schuppen aufgebrochen. Das ganze war eine Schwedische Bar. Ich habe mich dort längere Zeit mit einem Tutor unterhalten. Er hat mir erklärt, dass gerade in Vaasa eher die  Finnen in der Unterzahl seien. Hier würde es mehr Schweden geben. Ich versuche noch mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Mir wurde weiterhin erklärt, dass ein Arbeitsloser hier im Schnitt 1000€ zum leben hat. Das würde auch die ganzen Spieltische und Spielautomaten erklären und warum sie ständig besetzt sind. Selbst in den Pub habe ich 3 Automaten und einen richtigen Black Jack Tisch gezählt.
Dann haben wir noch etwas getanzt und zum Abschluss 4 Shots bestellt. Für 22 Euro. Ein Spaß. Es ist mir ein Rätzel wie die ganzen Finnen bei den Alkoholpreisen so viel feiern gehen können.
Ich finde es war noch nie einfacher Leute kennen zu lernen. Jeder ist hier freundlich. Das kann man sicher auch meiner Facebook-Freundesliste entnehmen.

29.08.12

Heute ist noch nicht sehr viel passiert. Ich bin gegen 12 Uhr aufgewacht, da ich heute nicht an die Uni musste. Ich werde gleich mal Joggen gehen und dann geht es ja 17 Uhr schon weiter mit einer Pre-Party für die später folgende Auftaktparty. Es heißt die soll legendär sein. Warten wir es ab. Ich werde morgen oder so ausführlich berichten

Bis dahin
Liebste Grüße aus der sonnigsten Stadt Finnlands
Vaasa



Montag, 27. August 2012

The first "real" days

Zweiter Eintrag:

Zwei weitere Tage sind vergangen. Es wird immer schöner hier. Doch ich werde das mal alles schön der Reihe nach für euch aufschlüsseln.

26.08.12

Ich habe erst mal bis 10 Uhr geschlafen. Dann habe ich mich mit "meinen" Mädels getroffen um zusammen in einen secon hand Shop zu gehen. Der gute Laden nannte sich "Adam&Eva's". Das ganze muss man sich wie einen rieeeeeeeeesen Keller vorstellen, der voller Regale steht. Nix war sortiert. Und so sind wir also durch den Laden geschlendert und haben geschaut, ob wir etwas gebrauchen können. Ich habe mir eine Lampe gekauft und einen WLAN Router. Bei dem hat sich allerdings herausgestellt, dass ein Kabel fehlt, welches ich jetzt noch nachkaufen muss. Klasse! Vor lauter Frust darüber bin ich dann joggen gewesen. Da man hier gleich am Wasser ist, hat man eine wunderbare Aussicht wenn man hier umher rennt.



Auf dem Rückweg habe ich etwas gesehen, dass mich ein wenig an der Intelligenz mancher ErasmusstudentINNEN zweifel lässt:

Wie scheiße ist das denn?

Am Abend bin ich erst zu den zwei coolen deutschen Dudes die ich kennen gelernt habe. Fabian und Johannes.

 Nach ein paar Bier und Club-Cola sind wir in den berüchtigten Schuppen "hullu pullo". Da hat alles in an dem Abend nur 2 Euro gekostet und zusätzlich kannte mein Betreuer Juho noch einen Barkeeper, was den Abend etwas günstiger gestaltet hat. Anscheinend nutzen alle Finnen genau diesen Abend um günstig trinen zu können, denn der ganze Schuppen war betrunken. Eine riesen Erfindung haben die Finnen! Ihr habt sie sicher schon alle mal gesehen: Besoffene Männer, die jenseits jedes Bewusstseins beim pinkeln mit dem Kopf an der Wand lehnen. DIE FINNEN HABEN DA FÜR DEN KOPF EIN POLSTER AN DER WAND!!!!!!! Da musste ich den ganzen Abend drüber lachen..Gegen vier oder so habe ich mich dann betrunken auf meinen Drahtesel geschwungen und bin in Richtung Wohnung gedüst. 

27.08.12

(09:25 Uhr) PIEP... PIIEEEEEEEEP... PIEEEEEEEEEEEEEEP
Verschlafen! Es ist Montag und heute haben die Einführungstage begonnen. Offizieller Beginn: 9:30. Die Mädels Kristin und Janine standen schon vor der Tür. Also war Hektik angesagt. Trocken rasiert, Kontaktlinsen reingeworfen und Zähne geputzt. Los ging es. Die Uni ist wunderschön. Der Campus wurde vor ein paar Jahren zum schönsten Campus Finnlands gewählt. Die Uni waren nämlich mal eine alte Baumwollfabrik. Und als dann in Amerika die Sklaverei abgeschafft wurde und keiner mehr für lau pflückte musste die Fabrik geschlossen werden. Gott sei dank hat man sie den Studenten überlassen. Wie auch immer. Alle Fakultäten haben sich vorgestellt, es gab lecker Essen, wir haben uns offiziell angemeldet und wir haben mehrere Kaffees in den Pausen getrunken. Jetzt ist auch wieder Patrycja zu uns gestoßen- Die Gute haben wir ja schon am Flughafen kennen gelernt, aber übers Wochenende war sie mit einer Freundin auf dem Land unterwegs

Eine Besonderheit die mich sehr fasziniert hat war, dass man die Tische an der Uni zerlegen kann. Das hat uns so fasziniert, dass wir das direkt mehrmals ausprobiert haben. Da bin ich mir noch nicht so sicher ob das für die Sicherheit des Dozenten förderlich ist die Studenten so fahrlässig mit Wurfgeschossen auszustatten :-D


 Leider hat es ab dem Nachmittag tierisch angefangen zu regnen. Habe dann meine deutschen Jungs in dem anderen Wohnheim besucht und wir haben uns gemeinsam in einem Fitnessstudio angemeldet. Dann bin ich im Regen Heim gefahren (man bedenke: ich habe keine Jacke) und hab mich sofort unter die Dusche gestellt. Eigentlich wollten wir alle noch ein Bier trinken gehen, aber jetzt sitze ich hier so eingemummelt in meinem Bettchen... ich glaube da bleibe ich heute auch. Das soll es erst mal an Update gewesen sein.